Programm / Programm / Kursdetails
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Mit diesem Online-Fachtag bieten wir Ihnen als pädagogischen Fachkräften, die in der Elementarpädagogik tätig sind, eine Plattform um sich weiterzubilden und neue Ideen und Anregungen in die tägliche Arbeit mitzunehmen. Neben den Vorträgen von Frau Prof. Tanja Pütz zum Thema "Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Entwicklung der Kinder und was kann man tun um Kinder zu stärken" und von Frau Prof. Dr. Marjan Alemzadeh zum Thema "Eingewöhnung unter widrigen Umständen" werden Dr. Carsten Püttmann mit "Partizipation leben", und Heike Bernat mit "Umgang mit Kinderängsten" das Programm abrunden.

Dr. Carsten Püttmann
Partizipation leben – Vielfalt und Beteiligung in der Erzieher*innen-Ausbildung und Kita-Praxis
Schulen – und damit auch die Fachschulen/Fachakademien für Sozialpädagogik – gelten nicht als Ort gelebter Demokratie, sind dort die „Machtverhältnisse“ doch klar definiert. Und dennoch bilden sie angehende pädagogische Fachkräfte auch mit Blick auf die Teilhabe, also Partizipation von Kindern aus. Demokratie lässt sich in Schulen zudem bezogen auf Regeln der Transparenz und Fairness hin betrachten. Hier zeigt sich, wie zivil Schulen sind. Lehrkräfte können sich als Lernende der eigenen Profession ihren Schüler*innen gegenüber zeigen, indem sie über transparente Noten oder Kriterien der Leistungsbeurteilung in einen echten Dialog mit ihren Schüler*innen treten. Partizipation ist sowohl als Querschnittsaufgabe, als auch als Gegenstand des Unterrichts fest verankert. Die Thematisierung im Unterricht führt bei den Lernenden – im Sinne der doppelten Vermittlungspraxis – nicht zuletzt zu einem anderen Blick auf erlebten Unterricht und auf die Kita, also den Lernort Praxis. An beiden Lernorten gilt es die verschiedenen Möglichkeiten von partizipativem Handeln gleichermaßen in den Blick zu nehmen, um die angehenden Fachkräfte auf einen herausfordernden Kita-Alltag vorzubereiten.

Prof. Dr. Marjan Alemzadeh:
Eingewöhnung unter widrigen Umständen
Das partizipatorische Eingewöhnungsmodell ermöglicht Kindern und deren Eltern bereits während der Eingewöhnung in die Krippe, Kindertagesstätte oder -tagespflege Akteurschaft und Partizipation zu erleben und somit aktiv an der Gestaltung des Eingewöhnungsprozesses mitzuwirken. Dem „Partizipatorischen Eingewöhnungsmodell“ liegt ein bildungswissenschaftliches Verständnis von Eingewöhnung zu Grunde und gleichzeitig ist es bindungsorientiert. Eine professionelle Eingewöhnung – eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale für Krippen, Kitas und Kindertagespflege – ist eine hochsensible Angelegenheit und entscheidet über einen guten Start. Auch oder sogar gerade unter Corona-Bedingungen müssen die Standards einer guten Eingewöhnungspraxis beibehalten werden, um die kindlichen Rechte zu wahren und Kinder vor traumatischen Erfahrungen zu schützen. Um der Gestaltung individueller Eingewöhnungsprozesse gerecht zu werden, stellt das „Partizipatorische Eingewöhnungsmodell“ die kindlichen und elterlichen Signale stets in den Mittelpunkt, weshalb das „Wahrnehmende Beobachten“ eine große Rolle in dem Eingewöhnungsmodell einnimmt.

Heike Bernat
Umgang mit Kinderängsten
Im Verlauf der frühen Kindheit bis zur Einschulung durchlaufen Kinder in ihrer Entwicklung unterschiedliche Ängste. Vor allem in Übergangsphasen zum nächsten Entwicklungsschritt des Kindes oder in Phasen großer Veränderung können Kinderängste auftreten. Neben der Symbiose-Angst durchleben Kinder die Fremdel- und die Trennungsangst. Häufig fallen der Zeitpunkt der Eingewöhnung in der Kindertagesbetreuung mit diesen Ängsten zusammen. Im Verlauf der Vorschulzeit beeinflussen die magische Phase und die sogenannte Vernichtungs- und Todesangst die Entwicklung des Kindes. Jedes Kind durchläuft in seiner Entwicklung diese Ängste in unterschiedlicher Intensität und in Abhängigkeit des kindlichen Temperamentes. Eine gute Balance zwischen Sicherheit, Verständnis und neuen Herausforderungen unterstützt die Kinder dabei, mit ihren Ängsten umzugehen und zugleich an neuen Herausforderungen zu wachsen. Somit trägt ein professioneller Umgang mit den kindlichen Ängsten dazu bei, das Selbstvertrauen des Kindes zu stärken. Im Vortrag werden die entwicklungsspezifischen Ängste, die entwicklungspsychologische Grundlage sowie ein adäquater Umgang mit Ängsten vorgestellt.

Prof. Tanja Pütz
Kinder stärken – verantwortungsvoll handeln
Herausforderungen für pädagogische Fachkräfte in der Pandemie
Verantwortungsvolles Handeln im Rahmen der Covid-19-Pandemie geht einher mit der Reflexion von geeigneten Formen der Begegnung unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen: Wir können uns austauschen, einander Mut zusprechen, uns helfen und von den Erfahrungen und Perspektiven der Anderen lernen. Dieser Austausch, dieses neue Miteinander steht im Zentrum einer pädagogischen Auseinandersetzung. Ausgehend von den Verunsicherungen durch die Pandemie und die gebotene Distanz im Kita-Alltag können kommunikative Brücken gebaut werden, die den Fachkräften, Kindern und Eltern helfen, einander zu sehen und die Perspektiven des Anderen im Blick zu behalten. Es entstehen Alltagsherausforderungen, die sichtbar gemacht werden müssen. Wie geht es Dir in Deinem Alltag? Was sind Deine Sorgen, Deine Ängste – aber auch: Was hat Dir die Veränderung an Neuem gebracht? Was für Freiräume haben sich ergeben, was ist Dir wichtig geworden in einem Alltag, in dem sich alle einschränken müssen? Welche Qualitäten schätzt Du? Was fehlt Dir? Worauf freust Du Dich? Es werden Herausforderungen für Pädagogische Fachkräfte benannt und pädagogische Reflexionen und Ideen für den Alltag in Kindertageseinrichtungen abgeleitet.


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Kosten

39,00 €


Termin(e)

Mi. 28.04.2021, 10:00 - 15:15 Uhr


Kursort


Dozent/in

Datum Zeit Straße Ort
Mi. 28.04.2021 10:00 - 15:15 Uhr   Zoom, Virtueller Kursraum 4





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