Kursdetails
Kursdetails
Veranstaltung "Trotzphase oder Autonomieentwicklung? - Umgang mit Wut, Frustration und starken Gefühlen" (Nr. 641-313) wurde aus dem Warenkorb entfernt.

Wille, Wunsch oder Bedürfnis? Kinder feinfühlig begleiten ohne auszubrennen

Anmeldung möglichAnmeldung möglich

Kursnr. X641-320
Beginn Di., 23.11.2027, 08:30 - 15:30 Uhr
Dauer 1 Termin
Kursort Stadtlohn, JFB, Weststraße 9
Gebühr 140,00 €

Kursbeschreibung

Bedürfnisorientierung ist heute aus der pädagogischen Arbeit kaum noch wegzudenken. Doch was bedeutet es tatsächlich, die Bedürfnisse von Kindern ernst zu nehmen? Und wo liegt der Unterschied zwischen einem Bedürfnis, einem Wunsch und dem eigenen Willen?

Eine feinfühlige Begleitung von Kindern ist eine wichtige Grundlage professionellen pädagogischen Handelns. Gleichzeitig bedeutet Bedürfnisorientierung nicht, jeden Wunsch zu erfüllen oder jedem Willen nachzugeben. Für pädagogische Fachkräfte entsteht im Alltag immer wieder die Herausforderung, die Signale und Bedürfnisse eines Kindes wahrzunehmen, Orientierung und Grenzen zu geben und dabei auch die Bedürfnisse der Gruppe und die eigenen Grenzen zu berücksichtigen.

Die Fortbildung lädt dazu ein, den Begriff der Bedürfnisorientierung genauer zu betrachten und die eigene pädagogische Haltung zu reflektieren. Die Teilnehmenden setzen sich mit dem Konzept der Feinfühligkeit und ihrer Rolle als Bezugsperson auseinander und entwickeln einen differenzierten Blick darauf, was hinter kindlichem Verhalten stehen kann.

Anhand konkreter Alltagssituationen geht es darum, Gefühle feinfühlig zu begleiten, Konflikte zu lösen und gleichzeitig klar und handlungsfähig zu bleiben. Dabei wird auch das besondere Spannungsfeld in der Gruppe betrachtet: Was braucht ein einzelnes Kind – und was braucht die Gemeinschaft? Wo können individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden und wo sind Grenzen notwendig?

Darüber hinaus werden die Rahmenbedingungen des Kita-Alltags unter die Lupe genommen. Tagesabläufe, Regeln, Raumgestaltung und bestehende Strukturen können beeinflussen, wie gut Bedürfnisse berücksichtigt werden können. Auch die Erziehungspartnerschaft mit Eltern wird einbezogen: Wie lassen sich unterschiedliche Vorstellungen von Bedürfnisorientierung, Grenzen und pädagogischem Handeln professionell und wertschätzend miteinander besprechen?

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Selbstfürsorge und professionellen Abgrenzung. Denn Kinder feinfühlig zu begleiten bedeutet nicht, die eigenen Bedürfnisse und Ressourcen dauerhaft hintenanzustellen.

Ziel der Fortbildung ist es, Bedürfnisorientierung differenziert zu verstehen und mit professioneller Klarheit zu verbinden. Die Teilnehmenden erhalten Impulse und konkrete Anregungen, um Kinder feinfühlig zu begleiten, Grenzen sicher zu setzen und dabei auch die eigene Belastbarkeit und die Bedingungen des pädagogischen Alltags im Blick zu behalten.

Kurs teilen:

Zum Seitenanfang